Prognosewerte vom 12.12.2012
Zweitstimmenanteil:
| CDU/CSU | 37,52% |
| SPD | 27,22% |
| FDP | 4,84% |
| Die Grünen | 15,20% |
| Die Linke | 7,13% |
| Piratenpartei | 3,19% |
| Sonstige | 4,90% |
Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:
Koalitionswahrscheinlichkeiten:
| CDU/CSU und FDP | 25,12% |
| CDU/CSU und SPD | 44,17% |
| SPD und Grüne | 30,71% |
Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD
Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:
| Die Linke | 100,00% |
| FDP | 45,86% |
| Piratenpartei | 2,18% |
Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:
| Angela Merkel | 69,29% |
| Peer Steinbrück | 30,71% |
Kanzlermeter im Verlauf:

Modellmomentum:
Die Grünen (+ 1,13%)
Die Union kann den hohen Wert der Vorwoche nicht halten und sinkt auf 37,52 Prozent. Damit verliert sie satte 2,69 Prozent und wird zum Verlierer der Woche. Grund ist vor allem eine Relativierung der Emnid-Umfrage vom 2.12.12. Im aktuellen DeutschlandTrend, wie auch in der jüngsten INSA/YouGov-Umfrage, liegen die Zustimmungs- und Sympathiewerte von Angela Merkel und Peer Steinbrück nicht ganz so stark auseinander. Außerdem wurde der Erwartungswert für die Niedersachsenwahl korrigiert. In der Vorwoche war es besonders eine Umfrage von GMS, die den Wert für die Union steigen ließ. Da diese aber im Auftrag der CDU erstellt wurde, flog sie kurzerhand aus der Wertung und wurde durch den Mittelwert der jüngsten Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen-Umfragen ersetzt. Auch leicht veränderte Wirtschaftsindikatoren und eine leicht gestiegene angenommene Wahlbeteiligung drücken die Unionsprognose.
Die SPD kann daher im ähnlichen Umfang zulegen und kommt nun auf 27,22 Prozent (+2,41%). Die jüngeren Umfragen von Forsa und INSA/YouGov zeigen jedoch, dass Peer Steinbrücks offizielle Nominierung zum Kanzlerkandidaten in den Umfragen keine spürbaren Auswirkungen hat. DIe SPD liegt im Modell immer noch unter ihrem gewichteten Umfrageschnitt (-1,35%).
Die FDP liegt nun wieder unter der Fünfprozentmarke. Sie verliert 0,19 Prozent und kommt auf 4,84 Prozent. Ihre Wahrscheinlichkeit für einen Bundestagseinzug beträgt nur noch 45,86 Prozent (- 5,01%).
Auch für die Grünen geht es langsam aber sicher nach unten. Sie büßen 0,75 Prozent ein und kommen damit nur noch auf 15,20 Prozent. Das reicht allerdings noch, um das Modellmomentum zu halten. Sie liegen 1,13 Prozent über ihrem Umfrageschnitt. Dieser Wert ist allerdings vor allem einem sehr guten erwarteten Ergebnis bei der Niedersachsenwahl geschuldet. Erreichen die Grünen dort weniger als 14 Prozent, geht es weiter abwärts.
Bei den Linken geht es beständig in die andere Richtung. Am 14.11. erreichten sie 5,72%. Eine Woche später waren es 6,31%. Am 28.11. ermittelte das Modell 6,57%. Letzte Woche waren es 6,77% und diese Woche erreicht Die Linke 7,13%. Damit bleiben sie sicher im Parlament.
Der Traum der Piraten von einem Einzug in den Bundestag droht indes zu platzen. Das Modell sah sie stets unter vier Prozent. Nun zogen auch die Umfragen nach. Emnid, Infratest dimap und INSA/YouGov ermittelten jüngst nur noch drei Prozent. Im Modell stehen sie bei 3,19 Prozent (-0,4%). Bei der aktuellen Toleranz bleibt so noch eine Restwahrscheinlichkeit von 2,18% für den Parlamentseinzug. Zu wenig. Bereits in diesem Jahr könnten die Chancen der Piraten auf Null sinken. Eine Erholung ist sehr unwahrscheinlich.
Trotz der relativ hohen Wahlbeteiligung legen die sonstigen Parteien weiter zu: 4,9% (+1,26%). Sie werden damit gleichzeitig zum Symbol für die Schwäche der beiden großen Volksparteien.
Durch den sicheren Einzug der Linkspartei wird auch eine Große Koalition immer wahrscheinlicher. Sie tauscht mit der christlich-liberalen Koalition die Plätze und erhält nun 44,17% Wahrscheinlichkeit (+22,12%). Letztere sinkt von 47,16% auf 25,12%. Kaum Veränderung dagegen für die Möglichkeiten von Rot-Grün: 30,71% (-0,08%).
Nur um diese 0,08% verschiebt sich auch das Kanzlermeter gegenüber der Vorwoche. Am 7.12.12 hielt Angela Merkel allerdings eine Chance von 74,73%
Am Wahltag wären die Chancen bei gleichbleibenden Werten allerdings stark verschoben: 91,86% für Merkel und die Große Koalition, 0,77% für Schwarz-Gelb und 7,37% verblieben für Rot-Grün unter Steinbrück.