Montag, 31. Dezember 2012

Prognosewerte vom 31.12.2012

Prognosewerte vom 31.12.2012


Zweitstimmenanteil:




CDU/CSU40,78%
SPD26,08%
FDP4,90%
Die Grünen14,10%
Die Linke7,25%
Piratenpartei2,99%
Sonstige3,90%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:




             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:




CDU/CSU und FDP43,09%
CDU/CSU und SPD45,61%
SPD und Grüne11,30%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP47,29%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel88,70%
Peer Steinbrück11,30%

Kanzlermeter im Verlauf:




Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 1,55%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,92%)

Sonntag, 30. Dezember 2012

Guten Rutsch, Peer Steinbrück!

Peer Steinbrück kann Kanzler. Das zumindest behauptete Helmut Schmidt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich diese These nie überprüfen lassen wird, denn Steinbrück kann vor allem eines nicht: Kanzlerkandidat. 

Man kann Steinbrück viele Eigenschaften zu- oder absprechen. Möglicherweise ist er weniger Finanzexperte als Freund der Finanzlobby, vielleicht kein Sympathieträger und womöglich ist er nicht die richtige Person, um die SPD aus ihrem Positionsdilemma zu führen. Aber auch wenn man ihm den Klartext-Politiker und die von ihm vertretene “klare Kante” nicht so recht abnehmen möchte, sollte man sich davor hüten, ihm Dummheit zu unterstellen. Ähnliches gilt für sein Wahlkampfteam. Alle Köpfe sind zwar nicht unumstritten, aber durchaus erfahren und können entsprechende Erfolgsbilanzen vorweisen.

Umso überraschender erscheint daher das Verhalten des Kandidaten. Nach dem Nominierungsparteitag schien die mediale Stimmung zu kippen. Steinbrück gelang die Inszenierung, ein Neuanfang nach dem “Pannenstart” schien endlich möglich zu sein. Doch nur wenige Tage später sah der potentielle Wähler schon wieder den alten Steinbrück. Am 13. Dezember erlaubte er sich in der ARD-Sendung “Beckmann” mindestens zwei Schnitzer, die zu diesem Zeitpunkt so nicht hätten passieren dürfen. 

Zum einen wurde Christoph Butterwegge zugeschaltet. Da Steinbrück nicht von der Straße ins Studio gezerrt wurde, war ihm dieser Umstand natürlich bekannt. Butterwegge symbolisiert nahezu die 23% der Bundestagswahl 2009, denn er gehört zu dem Teil linker Sozialdemokraten, die sich nach den Agendareformen von der Partei abgewendet haben, ohne dabei grundsätzlich ihren Glauben an die Sozialdemokratie verloren zu haben. Er steht für den linken Flügel in der Wählerschaft, der zwar vergrault wurde, aber nicht unwiederbringlich woanders gelandet ist. Zudem ist Butterwegge kein Stammtischquerulant, der vom Fernsehteam nahe einer Trinkhalle aufgelesen wurde, sondern über traditionelle linke Kreise hinaus ein durchaus renommierter Akademiker. Es wäre Steinbrücks Aufgabe gewesen, mit ihm den Dialog zu suchen, denn wer das Thema Soziale Gerechtigkeit in den Wahlkampf trägt, muss als SPD-Spitzenkandidat insbesondere auf die zugehen, die sich aufgrund der vermeintlichen sozialen Ungerechtigkeit, die von der Partei produziert wurde, von dieser entfernt haben. Erst wenn dieser nicht unerhebliche Teil in der potentiellen Wählerschaft versöhnt ist, macht der Kampf um die politische Mitte angesichts der demoskopischen Situation überhaupt Sinn. Stattdessen aber bügelte Steinbrück Butterwegge einfach ab, ging auf keines seiner Argumente ein und tat so, als würde er ihm nicht einmal zuhören. Ein Schlag ins Gesicht für jene, die lieber der SPD als Der Linken ihre Stimme geben, aber aufgrund der Realpolitik ihrer Herzensentscheidung für die Sozialdemokratie kaum noch folgen können. 

Und dann verriet Steinbrück Details seiner Kampagnenstrategie. Die Hausbesuche, schon im Vorfeld eher belächelt, dürfen nicht von Journalisten begleitet werden. Dann würden sich die Besuchten instrumentalisiert fühlen. Stattdessen sollen diese selber twittern und Bekannte und Verwandte einladen, die beim Besuch aktiv soziale Netzwerke nutzen, so Steinbrück. Wenn man diese virale Strategie verfolgt, zielt man natürlich auf die Wirkung in social media ab, allerdings erzählt man Beckmann nicht brühwarm das, was einem die eigenen Berater vorher erklärt haben. Denn spätestens jetzt fühlt sich auch der freiwillige Twitternutzer instrumentalisiert, wenn er mit Peer Steinbrück bei Kaffee und Kuchen plaudert. 

Sicherlich handelte es sich bei Sendung nur um einen belanglosen Talk mit überschaubarer Quote, der zehn Monate vor der Wahl diese nicht entscheidet. Aber hier zeigten sich die diplomatischen Schwächen Steinbrücks deutlich. Entweder war er unzureichend beraten worden, oder aber hatte diese Anweisungen missachtet.

Anders lassen sich auch die jüngeren Aussagen im Interview mit der F.A.S. nicht erklären. Zwar mag Steinbrück inhaltlich sogar recht haben, zu diesem Zeitpunkt aber, noch dazu von sich aus, die Kanzlerbezüge zu kritisieren, gleicht einem politischen Selbstmord. Seine Aussagen machen wahlkampftaktisch keinen Sinn. Wenn dann auch noch der eigentliche Wahlkampfhelfer Gerhard Schröder widerspricht, offenbart das Steinbrücks schweren Stand.

Jetzt, neun Monate vor der Wahl, erscheint es wieder so, als kämpfen da zwei, die FDP und SPD, um die Koalitionsbeteiligung. Und als würden beide diese gar nicht so recht wollen. Röslers marktliberales Papier spricht nicht einmal Wähler im Kernmilieu an und Steinbrücks Forderungen nach mehr Geld verschreckt alle Lager gleichermaßen. Dazu will Die Linke einen Auftrag des Finanzministeriums an eine private Anwaltskanzlei prüfen lassen, bei der der ehemalige Finanzminister vorträge hielt. Steinbrücks Neustart ist gescheitert. Die Regierungsübernahme auch. Das Modell beziffert Steinbrücks Siegchancen nunmehr mit 11,62%, Tendenz: täglich abnehmend. 

Angesichts dieser schier aussichtslosen Lage gibt es für die Sozialdemokraten nur noch zwei mögliche Strategien: Will man unbedingt die Regierungsbeteiligung, so müsste Steinbrück innerhalb der kommenden zwei Quartale seine Kandidatur zurückziehen. Ein Team ohne Spitzenkandidaten hätte die besten Erfolgsaussichten. Kann man sich hingegen mit vier weiteren Jahren in der Opposition anfreunden, so sollte Steinbrück die Rolle als Pannen-Peer weiterspielen, damit die Partei nach der Wahl mit Blick auf die Landtagswahlen und die Bundestagswahl 2017 ihren Neuanfang machen kann. Das Kapital Agenda 2010 muss um es in neuem sozialdemokratischem Duktus zu formulieren, “rückstandslos abgelöst werden”. Ein ernstgemeinter Linksrutsch ist für die Partei unvermeidlich, wenn sie eines Tages von einer tatsächlichen Wechselstimmung profitieren will. 

Für 2013 aber, können der SPD nur unvorhersehbare Ereignisse und eine düstere Krisenstimmung helfen. Ein Spitzenkandidat, der beim Vorstellunggespräch den Eindruck erweckt, als käme er nur, weil die Arbeitsagentur ihn geschickt hat, wird vom Betriebsrat der Bundesrepublik Deutschland kaum durchgewunken.

Aktuelles Modellergebnis für die SPD: 26,17% (2,83% unter dem Umfragedurchschnitt).

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Prognosewerte vom 26.12.2012


Prognosewerte vom 26.12.2012

Zweitstimmenanteil:



CDU/CSU40,30%
SPD26,62%
FDP5,05%
Die Grünen14,17%
Die Linke7,06%
Piratenpartei3,01%
Sonstige3,79%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:



             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:





CDU/CSU und FDP40,97%
CDU/CSU und SPD42,11%
SPD und Grüne16,92%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP51,30%
Piratenpartei0,00%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:





Angela Merkel83,08%
Peer Steinbrück16,92%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 1,5%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,38%)

Die letzte Woche des Jahres folgt dem Monatstrend und verläuft ruhig.

Die Union legt noch einmal um 0,26% zu und erreicht jetzt 40,3%. Damit liegt sie 1,5% über dem Umfrageschnitt.
Die SPD kommt im Umfrageschnitt auf 29%, bleibt im Modell jedoch weiterhin stark dahinter zurück. Aktuell 26,62% (+0,1%).
Die FDP hatte sich zwar zuletzt verbessert, verliert nun aber wieder im Popularitätstrend aufgrund Philipp Röslers Plänen zum Verkauf von Staatsbeteiligungen. Immerhin knapp über die Fünfprozenthürde: 5,05% (-0,18%).
Die Grünen haben jeglichen Aufwind eingebüßt und erreichen eine neue Negativmarke. Sie sind mit -0,46% Verlierer der Woche und kommen so nur noch auf 14,17%. Damit liegen sie aber noch 0,74% über dem Umfrageschnitt.
Bei der Linken hingegen kaum ein Unterschied zur Vorwoche: 7,06% (+0,01%). Damit bleiben sie weiterhin sicher im Bundestag.
Die Piratenpartei verzeichnet ein kleines Plus von 0,12% und kommt so auf 3,01%. Der Parlamentseinzug bleibt so allerdings weiter im Bereich des Unmöglichen.

Die Wahrscheinlichkeiten für eine schwarz-gelbe und eine große Koalition liegen weiterhin fast gleich auf, mit leichtem Vorsprung für die Große Koalition. Rot-Grün unter Peer Steinbrück hingegen hat derzeit nur noch eine Chance von 16,92%.

Zu Beginn des neuen Jahres ist kaum mit wesentlichen Veränderungen zu rechnen. Größtes Augenmerk gilt der FDP, die beim Dreikönigstreffen noch vor der Niedersachsenwahl eine Kursentscheidung treffen könnte. Mitte Januar folgt dann die Landtagswahl und kurz darauf ist auch mit einer Entscheidung der Universität Düsseldorf in der Causa Schavan zu rechnen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Prognosewerte vom 19.12.2012



Prognosewerte vom 19.12.2012

Zweitstimmenanteil:





CDU/CSU40,04%
SPD26,52%
FDP5,23%
Die Grünen14,63%
Die Linke7,05%
Piratenpartei2,89%
Sonstige3,64%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:




              
Koalitionswahrscheinlichkeiten:




CDU/CSU und FDP39,94%
CDU/CSU und SPD40,09%
SPD und Grüne19,98%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD

Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP56,20%
Piratenpartei0,00%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel80,02%
Peer Steinbrück19,98%

Kanzlermeter im Verlauf:







Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 1,19%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,31%)

Die Union ist nach einem kurzen Abstieg nahezu zurück auf dem Niveau von Anfang Dezember. Erneut wurde die 40%-Marke geknackt. Im Vergleich zur Vorwoche legte sie um 2,52% zu. 

Für die SPD war der Wert der Vorwoche (27,22%) ein vorläufiger Höhepunkt. Sie verliert um 0,7% und liegt nun bei 26,52%. 

Grund zur Freude für die FDP. INSA/YouGov und Forsa weisen sie in ihren jüngsten Umfragen mit 5% aus. Deshalb klettert sie auch im Prognosemodell um 0,39% und liegt jetzt bei 5,23%. Das ist der bisher höchste Wert, den die FDP im Modell erreicht hat.

Für die Grünen geht es wie in der Vorwoche weiter abwärts. Sie fallen um 0,57% auf 14,63 - ihr vorläufiges Minimum. 

Die Linke bleibt konstant. Sie verliert nur (0,08%) und liegt bei 7,05%.

Die Piraten erhalten lediglich in den Umfragen von Emnid und INSA/YouGov noch 4%. Die anderen Institute sehen sie bei 3%. Im Modell liegen sie mit 2,89% (-0,3%) sogar noch leicht darunter.

Die Sonstigen Parteien erhalten nur noch 3,64% (-1,26%).

Bei den Koalitionswahrscheinlichkeiten liegen Schwarz-Gelb und die Große Koalition in etwa gleich auf (39,94% und 40,09%). Die Möglichkeiten für eine bürgerliche Koalition sind vor allem wegen dem nicht mehr als möglich berechneten Parlamentseinzug der Piratenpartei gestiegen. Rot-Grün und damit der Kandidat Peer Steinbrück liegen abgeschlagen bei 19,98%.

Montag, 17. Dezember 2012

Prognosewerte vom 17.12.2012




Prognosewerte vom 17.12.2012

Zweitstimmenanteil:





CDU/CSU39,75%
SPD26,57%
FDP4,92%
Die Grünen14,70%
Die Linke7,01%
Piratenpartei3,03%
Sonstige4,02%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:





               
Koalitionswahrscheinlichkeiten:






CDU/CSU und FDP38,15%
CDU/CSU und SPD39,86%
SPD und Grüne21,99%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD

Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP47,79%
Piratenpartei0,00%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:





Angela Merkel78,01%
Peer Steinbrück21,99%

Kanzlermeter im Verlauf:





Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 0,94%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,23%)

Samstag, 15. Dezember 2012

Prognosewerte vom 15.12.2012: Piraten chancenlos




Prognosewerte vom 15.12.2012

Zweitstimmenanteil:




CDU/CSU39,20%
SPD26,54%
FDP4,93%
Die Grünen14,83%
Die Linke6,97%
Piratenpartei3,08%
Sonstige4,45%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:




               
Koalitionswahrscheinlichkeiten:





CDU/CSU und FDP36,46%
CDU/CSU und SPD38,72%
SPD und Grüne24,82%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD

Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP48,22%
Piratenpartei0,00%

Die Chancen der Piraten vom 14.11. bis zum 15.12.2012 im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel75,18%
Peer Steinbrück24,82%

Kanzlermeter im Verlauf:




Modellmomentum:

FDP (+ 0,93%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,17%)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Prognosewerte vom 12.12.2012



Prognosewerte vom 12.12.2012

Zweitstimmenanteil:

CDU/CSU37,52%
SPD27,22%
FDP4,84%
Die Grünen15,20%
Die Linke7,13%
Piratenpartei3,19%
Sonstige4,90%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:




               
Koalitionswahrscheinlichkeiten:




CDU/CSU und FDP25,12%
CDU/CSU und SPD44,17%
SPD und Grüne30,71%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD

Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:


Die Linke100,00%
FDP45,86%
Piratenpartei2,18%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:



Angela Merkel69,29%
Peer Steinbrück30,71%

Kanzlermeter im Verlauf:




Modellmomentum:

Die Grünen (+ 1,13%)

Die Union kann den hohen Wert der Vorwoche nicht halten und sinkt auf 37,52 Prozent. Damit verliert sie satte 2,69 Prozent und wird zum Verlierer der Woche. Grund ist vor allem eine Relativierung der Emnid-Umfrage vom 2.12.12. Im aktuellen DeutschlandTrend, wie auch in der jüngsten INSA/YouGov-Umfrage, liegen die Zustimmungs- und Sympathiewerte von Angela Merkel und Peer Steinbrück nicht ganz so stark auseinander. Außerdem wurde der Erwartungswert für die Niedersachsenwahl korrigiert. In der Vorwoche war es besonders eine Umfrage von GMS, die den Wert für die Union steigen ließ. Da diese aber im Auftrag der CDU erstellt wurde, flog sie kurzerhand aus der Wertung und wurde durch den Mittelwert der jüngsten Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen-Umfragen ersetzt. Auch leicht veränderte Wirtschaftsindikatoren und eine leicht gestiegene angenommene Wahlbeteiligung drücken die Unionsprognose.

Die SPD kann daher im ähnlichen Umfang zulegen und kommt nun auf 27,22 Prozent (+2,41%). Die jüngeren Umfragen von Forsa und INSA/YouGov zeigen jedoch, dass Peer Steinbrücks offizielle Nominierung zum Kanzlerkandidaten in den Umfragen keine spürbaren Auswirkungen hat. DIe SPD liegt im Modell immer noch unter ihrem gewichteten Umfrageschnitt (-1,35%). 

Die FDP liegt nun wieder unter der Fünfprozentmarke. Sie verliert 0,19 Prozent und kommt auf 4,84 Prozent. Ihre Wahrscheinlichkeit für einen Bundestagseinzug beträgt nur noch 45,86 Prozent (- 5,01%).

Auch für die Grünen geht es langsam aber sicher nach unten. Sie büßen 0,75 Prozent ein und kommen damit nur noch auf 15,20 Prozent. Das reicht allerdings noch, um das Modellmomentum zu halten. Sie liegen 1,13 Prozent über ihrem Umfrageschnitt. Dieser Wert ist allerdings vor allem einem sehr guten erwarteten Ergebnis bei der Niedersachsenwahl geschuldet. Erreichen die Grünen dort weniger als 14 Prozent, geht es weiter abwärts. 

Bei den Linken geht es beständig in die andere Richtung. Am 14.11. erreichten sie 5,72%. Eine Woche später waren es 6,31%. Am 28.11. ermittelte das Modell 6,57%. Letzte Woche waren es 6,77% und diese Woche erreicht Die Linke 7,13%. Damit bleiben sie sicher im Parlament. 

Der Traum der Piraten von einem Einzug in den Bundestag droht indes zu platzen. Das Modell sah sie stets unter vier Prozent. Nun zogen auch die Umfragen nach. Emnid, Infratest dimap und INSA/YouGov ermittelten jüngst nur noch drei Prozent. Im Modell stehen sie bei 3,19 Prozent (-0,4%). Bei der aktuellen Toleranz bleibt so noch eine Restwahrscheinlichkeit von 2,18% für den Parlamentseinzug. Zu wenig. Bereits in diesem Jahr könnten die Chancen der Piraten auf Null sinken. Eine Erholung ist sehr unwahrscheinlich. 

Trotz der relativ hohen Wahlbeteiligung legen die sonstigen Parteien weiter zu: 4,9% (+1,26%). Sie werden damit gleichzeitig zum Symbol für die Schwäche der beiden großen Volksparteien. 

Durch den sicheren Einzug der Linkspartei wird auch eine Große Koalition immer wahrscheinlicher. Sie tauscht mit der christlich-liberalen Koalition die Plätze und erhält nun 44,17% Wahrscheinlichkeit (+22,12%). Letztere sinkt von 47,16% auf 25,12%. Kaum Veränderung dagegen für die Möglichkeiten von Rot-Grün: 30,71% (-0,08%). 

Nur um diese 0,08% verschiebt sich auch das Kanzlermeter gegenüber der Vorwoche. Am 7.12.12 hielt Angela Merkel allerdings eine Chance von 74,73% 

Am Wahltag wären die Chancen bei gleichbleibenden Werten allerdings stark verschoben: 91,86% für Merkel und die Große Koalition, 0,77% für Schwarz-Gelb und 7,37% verblieben für Rot-Grün unter Steinbrück.