Mittwoch, 30. Januar 2013

Prognosewerte vom 30.01.2013


Prognosewerte vom 30.01.2013


Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU43,06%
SPD21,85%
FDP7,05%
Die Grünen15,34%
Die Linke6,65%
Piratenpartei2,49%
Sonstige3,56%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:


             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP80,15%
CDU/CSU und SPD19,85%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

FDP (+ 2,62%)

Negativmomentum:

SPD (- 5,28%)

In der ersten Woche nach der verlorenen Landtagswahl in Niedersachsen büßt die Union weiter Wählerstimmen ein. Nur noch 43,06% der Zweitstimmen verfallen auf CDU oder CSU. Das entspricht einem Verlust von 1,32% gegenüber der Vorwoche und sogar 2,64% in den letzten zehn Tagen.Die SPD kann noch deutlicher aufholen und bewegt sich mit 21,85% aber noch immer unter dem Wahlergebnis von 2009. 1,68% ging es in dieser Woche nach oben.
Mit den 7,07% (-0,12%)  für die FDP kommt das bürgerliche Lager nur noch knapp über 50%.
Die Grünen legen um 0,48% auf 15,34% zu.
Fast in gleichem Umfang verliert die Linke (-0,45%), die mit 6,65% nun deutlich hinter der FDP liegt. 
Mit nur noch 2,49% (-0,32%) erzielen die Piraten erneut ihren schlechtesten Modellwert. 

Zwar könnte bei dieser Prognose Schwarz-Gelb weiterregieren, die Wahrscheinlichkeit für einen Wahlsieg von Union und FDP ist indes wieder auf rund 80% gesunken. 

Mittwoch, 23. Januar 2013

Prognosewerte vom 23.01.2013

Prognosewerte vom 23.01.2013


Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU44,38%
SPD20,17%
FDP7,17%
Die Grünen14,86%
Die Linke7,10%
Piratenpartei2,81%
Sonstige3,51%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:


             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP92,43%
CDU/CSU und SPD7,57%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 3,09%)

Negativmomentum:

SPD (- 6,4%)

Machtverlust in Niedersachsen, Ungewissheit um Annette Schavans Doktortitel und mögliche Milliardenhilfen für Zypern. Faktoren, die der Union zunächst noch wenig anhaben. Sie verliert zwar gegenüber der Vorwoche, jedoch nur 0,3% und liegt damit bei 44,38%. 

Ganz anders dagegen verhält es sich bei der SPD. Sie verliert trotz der gewonnenen Niedersachsenwahl weiter. Und zwar 1,47%. Mit 20,17% erreicht sie einen neuen Tiefstand. Jetzt droht sie sogar unter 20% zu fallen.

Die FDP erreicht mit 7,17% (+1,92%) einen neuen Höchstwert. Damit kommt das bürgerliche Lager auf mehr als 51,5%. Für die FDP bleibt so der Wiedereinzug in den Bundestag gesichert.

Bei den Grünen hinterlässt die Wahlwoche keine Spuren. Lediglich 0,02% geht es nach unten. Damit liegt die Partei nun bei 14,86%.

Die Linke kommt auf 7,1% (+0,15%). Ihren Höchstwert von 7,25% erreicht die Partei um die Jahreswende. Auch hier ist der Parlamentseinzug gesichert.

Die Piratenpartei macht es der SPD nach und erreicht einen neuen Tiefstand. Das Modell sieht sie nur noch bei 2,81% - also in unüberwindbarer Distanz zur Fünfprozenthürde. 

Insgesamt setzt sich der deutliche Trend zugunsten Schwarz-Gelb auch nach der Niedersachsenwahl fort. Die erwartete Wahlbeteiligung liegt mittlerweile mit rund 70% unter der von 2009.

Montag, 21. Januar 2013

Prognosewerte vom 21.01.2013


Prognosewerte vom 21.01.2013

Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU44,31%
SPD20,90%
FDP6,96%
Die Grünen14,92%
Die Linke6,93%
Piratenpartei2,97%
Sonstige3,01%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP88,52%
CDU/CSU und SPD11,47%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 3,37%)

Negativmomentum:

SPD (- 6,1%)

Fast sechs Stunden lang konnten sich am gestrigen Abend gleich alle vier im niedersächsischen Parlament vertretenen Parteien als Sieger fühlen. Wenn auch verhalten, so beanspruchten Stephan Weil und Davic McAllister beide für sich den Wahlsieg. Und die Grünen und Liberalen hatten ohnehin Grund zur Freude. Um 23:44 Uhr jedoch, mit der Verkündung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses, stand der Regierungswechsel fest. Mit ihm der Verlierer des Wahlabends: die CDU. Dass für dieses Ergebnis die Gerechtigkeitsfrage ausschlaggebend war, wie es Jörg Schönenborn am Abend gleich mehrfach zu erklären versuchte, darf bezweifelt werden. Beide Lager lagen, wie von den Demoskopen vorhergesagt, gleich auf und nur wenige Stimmen brachten den entscheidenden Sitz für eine Mehrheit im Landtag. Allerdings gelang dem bürgerlichen Lager in den vergangenen Tagen eine Aufholjagd bis zur Pattsituation, lag es zuvor noch wenige Prozentpunkte hinter dem linken Lager. Erstaunlich genau deckten sich die Werte für SPD und Grüne mit den Umfragen, lediglich die FDP erhielt mehr Zweitstimmen als erwartet, die jedoch überwiegend von CDU-Wählern stammten. Die Linke blieb noch leicht unter den Erwartungen zurück, auch die Führungsspitze machte am Abend keine gute Figur, als sie das Ergebnis kommentierte. Kritischster Patient sind aber momentan die Piraten, die ganz deutlich den Einzug in den Landtag verpassten und weit hinter ihren Umfragewerten zurück blieben. 

Was aber bedeutet die Niedersachsenwahl nun für die Parteien, ihre Chancen im Bund und die Modellwerte?

Für die Union ist der Höhenflug zunächst einmal vorbei. Sie verliert durch die Wahl rund 1,4% und landet in der Modellberechnung nun bei 44,31%. In den Umfragen liegt sie momentan zwischen 41% und 43%. Wesentlicher Grund für die hohe Berechnung sind die Beliebtheitswerte der Kanzlerin. Diese - und damit einhergehend natürlich die katastrophalen Werte für Steinbrück - bleiben das Hauptkapital der Union. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass sich die persönlichen Werte Merkels stark verschlechtern, jedoch muss an dieser Stelle deutlich gemacht werden, dass mehr als fünf Prozent des Unionswertes unmittelbar auf die Kanzlerfrage rückführbar sind und somit, zumindest in der Theorie, eine deutliche Angriffsfläche geben. 

Doch auch wenn die SPD diese fünf Prozent auf wundersame Weise noch streitig machen kann, die Aussicht, den Kanzler zu stellen, hat sie nicht. Derzeit liegen die Sozialdemokraten bei 20,9%. Das ist zwar gut ein halbes Prozent mehr als vor dem Wahlabend, aber immer noch deutlich weniger als bei der Bundestagswahl 2009. Selbst wenn der Steinbrück-Effekt noch abgemildert werden kann, ist ein gutes Ergebnis nicht in Sichtweite. Und sogar die Chance als Koalitionspartner der Union in die Regierungsverantwortung genommen zu werden, ist äußerst gering. 

Denn der FDP gelang gestern ein Wahlwunder. Von den Demoskopen an den Rand der Fünfprozenthürde gedrängt, verdoppelte sie die Erwartungen und verpasste nur knapp ein zweistelliges Ergebnis. Jedoch ist es zu einfach, den Erfolg der FDP auf eine leise Zweitstimmenkampagne der Union zu reduzieren. Zwar mögen viele Stimmen von Unionswählern gekommen sein, allerdings bringt diese Wahlentscheidung auch eine negative Wechselstimmung zum Ausdruck, die im Bund noch deutlicher gegeben sein dürfte. Denn der bisherige Auftritt der SPD im Bundeswahlkampf bewirkt auch, dass in der Wahlbevölkerung ein Interesse an einer Großen Koalition abnimmt. Außerdem handelt es sich bei dem Wahlergebnis der FDP in Niedersachsen nicht um ein einmaliges Phänomen, sondern um die dritte Etappe einer Serie. In der Modellberechnung liegt die FDP nun mit 6,96% sogar minimal vor der Partei Die Linke, ohne dass an der Leihstimmenberechnung modifiziert wurde. Damit ist nicht nur - unabhängig von der Aufstellung zur Bundestagswahl - der Einzug ins Parlament gesichert. Das bürgerliche Lager kommt zusammen auch auf über 51%. Und somit steigt die Chance auf den Erhalt der schwarz-gelben Koalition auch deutlich: 88,53% Wahrscheinlichkeit.

Die Grünen erreichten in etwa ihr erwartetes Ergebnis und konnten noch einmal rund 0,2% gut machen. Jetzt stehen sie bei 14,92% - angesichts der schwachen SPD einem durchaus realistischen Wert. Durch die neuen Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat ist nun zu erwarten, dass das rot-grüne Lager seine Oppositionsrolle deutlicher einnehmen wird. Sowohl für die Grünen, als auch für die SPD, ist deshalb insgesamt noch mit Zuwächsen zu rechnen, jedoch ist es unwahrscheinlich, dass die Bundestagswahl noch einmal wirklich spannend werden wird. 

Die Linke, das zeigen Niedersachsen und andere Landtagswahlen der jüngeren Vergangenheit, wird es angesichts der politischen und gesellschaftlichen Konstellationen zunehmend schwer haben. Wenngleich der Bundestagseinzug weiterhin nicht gefährdet ist und die Partei mit der Wahl in der Berechnung nur 0,14% verloren hat, bröckelt die linke Basis weiter. 

Vom Untergang ist die Partei aber noch weit entfernt. Anders die Piraten. Der Hype um die junge Partei ist nicht nur vorbei, er wird auch nicht wiederbelebt. Ein überraschender Einzug in das Landesparlament in Hannover hätte den Piraten den notwendigen Auftrieb gegeben. So aber, mit einem Ergebnis, bei dem die Forschungsgruppe Wahlen eine dezidierte Ausweisung nicht als notwendig betrachtete, ist die letzte Chance auf Mobilisierung vertan. Im Modell sinken die Piraten wieder unter drei Prozent und haben somit weiterhin keine Möglichkeit, in den Bundestag zu kommen. Am Ende könnte die Partei möglicherweise sogar froh sein, wenn sie überhaupt drei Prozent bei der Wahl erhält. Die Ballungsgebiete könnten für dieses Ergebnis sorgen, aber eben nicht für mehr. Langfristig dürfte das Thema Piraten in der Politiklandschaft damit abgehakt sein. 

Insgesamt gibt die Wahl Schwarz-Gelb Aufwind, durch den Verlust eines Ministerpräsidenten und aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat wird dieser aber wieder deutlich abgemildert. Allerdings steht die FDP bestens da und die Union hat Angela Merkel - mehr Voraussetzungen zum Weiterregieren braucht es kaum. Vor allem, wenn der politische Gegner einen großen Stolpersteinbrück mit sich herum trägt. Die Diskussion über ihn könnte zwar vorläufig verstummen, so ganz vergessen wird sie aber bis zum September nicht und die Kluft zwischen beiden großen Parteien ist einfach zu groß, um in den verbleibenden Monaten geschlossen werden zu können.

Sonntag, 20. Januar 2013

Prognosewerte vom 20.01.2013

Prognosewerte vom 20.01.2013




Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU45,70%
SPD20,43%
FDP5,40%
Die Grünen14,69%
Die Linke7,07%
Piratenpartei3,19%
Sonstige3,52%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP73,06%
CDU/CSU und SPD26,94%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP62,30%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 4,76%)

Negativmomentum:

SPD (- 6,57%)

Auch am Tag der Niedersachsenwahl setzt sich der Trend der vergangenen Wochen weiter fort. Während die Union einen Höchstwert nach dem anderen erzielt, geht es für die SPD immer weiter bergab. 

Die Union kommt nun auf 45,7%. Gemeinsam mit der FDP (5,4%) liegt das bürgerliche Lager damit bei über 51%. Geht es aber noch weiter nach oben, wäre für die Union sogar eine Absolute Mehrheit denkbar. Derzeit ist sie davon nicht mehr weit entfernt. Und auch der mögliche Koalitionspartner FDP liegt mit 5,4% bei einem neuen Höchstwert. Beste Voraussetzungen für den Bund (73,06% Chance für Schwarz-Gelb), aber auch eine sehr gute Ausgangslage für die knappe Situation in Niedersachsen. 

Die SPD benötigt den Wahlerfolg dagegen dringend, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Mit 20,43% erzielt sie heute einen dramatischen Tiefstwert. Gelingt die Trendwende nicht mit der Landtagswahl, wird wohl jegliche Regierungsoption damit zunichte gemacht. 

Überraschen könnten am heutigen Abend vor allem die kleinen Parteien. Während bei den Grünen ein gutes Abschneiden in Niedersachsen vorausgesetzt wird, könnte ein Landtagseinzug für Linke und Piraten einen deutlichen Auftrieb im Bund bedeuten. 

Auch wenn die Landtagswahl bei den deutlichen Werten für beide Volksparteien weniger direkten Einfluss auf das Bundestagswahlergebnis haben wird als erwartet, wird es eine spannende Wahl mit unmittelbaren personellen Konsequenzen für mindestens eine Partei. Von einer großen Zäsur ist jedoch nicht auszugehen, gerade weil im Modell mit einem Sieg für Rot-Grün in Hannover kalkuliert wird und ein anderes Ergebnis den bisherigen klaren Trend nur bestätigen würde.     

Freitag, 18. Januar 2013

Prognosewerte vom 18.01.2013


Prognosewerte vom 18.01.2013



Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU45,43%
SPD20,76%
FDP5,26%
Die Grünen14,78%
Die Linke7,14%
Piratenpartei3,17%
Sonstige3,46%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP70,89%
CDU/CSU und SPD29,11%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP57,79%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 4,78%)

Negativmomentum:

SPD (- 6,38%)

Mittwoch, 16. Januar 2013

Prognosewerte vom 16.01.2013

Prognosewerte vom 16.01.2013




Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU44,68%
SPD21,64%
FDP5,25%
Die Grünen14,88%
Die Linke6,95%
Piratenpartei
3,01%
Sonstige3,59%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP66,48%
CDU/CSU und SPD33,52%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP57,66%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

CDU/CSU (+ 4,17%)

Negativmomentum:

SPD (- 5,79%)

Fünf Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen setzt sich der Absturz der SPD weiter fort. Seit dem letzten Wochenende liegt die Partei im Modell unter ihrem Wahlergebnis von 2009. Mittlerweile ist sie sogar unter 22% gerutscht. In der jüngsten Forsa-Umfrage liegt sie bei 23%. Schwarz-Gelb hat nun eine komfortable 2/3-Chance auf künftiges Weiterregieren.

Die Union verzeichnet erneut einen Höchstwert. 44,68% erreicht sie derzeit im Modell. Das sind satte 2,37% mehr als in der Vorwoche. Von Forsa gibt es momentan 43%. Der Modellwert liegt 4,17% über dem gewichteten Umfragemittel.
5,79% unter ihrem Schnitt liegen die Sozialdemokraten. Sie verschlechterten sich um weitere 2,9% auf 21,64%. 
Die FDP liegt wieder ein Viertelprozent über der Fünfprozenthürde. 0,33% ging es für die Liberalen nach oben. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Bundestagseinzug jetzt bei 57,66%.
Für die Grünen geht es gegenüber der Vorwoche 0,54% nach oben. Nun erreichen sie 14,88%.
Die Linke verliert erneut leicht. Sie kommt jetzt auf 6,95% -(0,8%). 
Auch die Piratenpartei gibt ein wenig nach und kommt nun auf 3,01% (-0,03%). 
Die Wahlbeteiligung liegt in der Modellberechnung nach wieder bei einem neuen Tiefstwert und nur noch knapp über der von 2009.

Der Bundestrend favorisiert damit deutlich die Union. Für die SPD dürfte das "Projekt 23% + x" längst begonnen haben. Ob dieser eindeutige Trend jedoch auch in Niedersachsen widerspiegeln wird, ist nicht klar. In den aktuellen Umfragen reicht es, wenn auch knapp, noch für eine rot-grüne Mehrheit. Gelingt diese in Niedersachsen aber nicht, dürfte das bürgerliche Lager im Bund bei etwa 50% liegen. Eine Wahlniederlage am Sonntag würde die kommenden Wahlkampfmonate zur Tortur für die SPD machen.