Prognosewerte vom 12.03.2013
| CDU/CSU | 40,26% |
| SPD | 22,38% |
| FDP | 7,38% |
| Die Grünen | 17,31% |
| Die Linke | 7,61% |
| Piratenpartei | 1,95% |
| Sonstige | 3,11% |
Koalitionswahrscheinlichkeiten:
| CDU/CSU und FDP | 53,88% |
| CDU/CSU und SPD | 46,12% |
| SPD und Grüne | 0,00% |
Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP
Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:
Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:
| Die Linke | 100,00% |
| FDP | 100,00% |
| Piratenpartei | 0,00% |
Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:
| Angela Merkel | 100,00% | |
| Peer Steinbrück | 0,00% | |
Kanzlermeter im Verlauf:
Modellmomentum:
FDP (+ 2,81%)
Negativmomentum:
SPD (- 4,19%)
Seit der letzten Aktualisierung ist schon wieder etwas Zeit ins Land gegangen. Mittlerweile bereiten sich die Parteien auf die heiße Wahlkampfphase vor und auch in der Prognose zeichnen sich spannende Duelle ab. Der Kampf ums Kanzleramt gehört zwar nicht dazu, dennoch lohnt ein Blick auf die aktuellen Werte im Detail.
Ende Februar brach die Union um etwas mehr als ein Prozent ein, hielt sich aber im März bisher stabil über der 40%-Marke. Damit liegt sie aber deutlich unter ihren Spitzenwerten (45,7%, 20.01.13) zurück. In den Umfragen schwankt sie nur leicht zwischen 39% und 41%, erreicht einen gewichteten Mittelwert von 40,14% und wird somit vom Modell nur rund 0,1% höher bewertet. Die hohen Momentumwerte hat sie also eingebüßt.
Wesentlich stärker weicht nach wie vor die Modellbewertung für die FDP von den Umfragen der Demoskopen ab. Mit einem Meridian von 4% und einem gewichteten Mittelwert von 4,57% würde sie den Einzug in den Bundestag den Instituten nach verpassen. Diverse Faktoren lassen die Partei aber im Modell weitaus günstiger dastehen. Die Freidemokraten erhalten aktuell 7,38% - wären damit sicher im Parlament und halten auch den stärksten Momentumwert. Außerdem liegt sie Kopf-an-Kopf mit der Partei DIE LINKE. Mal erhält die FDP einen geringfügig höheren Zweitstimmenanteil in der Prognose, mal ist es umgekehrt. Die Aufstellung der Partei mit Rainer Brüderle als Spitzenkandidat, Philipp Rösler als Parteichef und Wolfgang Kubicki als Teil des Präsidiums entspricht exakt den Erwartungen und verspricht eine relativ hohe Stabilität bis zum Wahltag.
Noch drastischer bleibt die Abweichung bei der SPD. Während sie in den Umfragen um 27% rangiert, bleibt sie dem Modell nach weiterhin hinter dem Wahlergebnis von 2009 zurück. Mit aktuell 22,38% befindet sie sich zwar noch recht nahe an ihrem Tiefstwert, ihr Negativmomentum schwindet jedoch langsam aber konstant. Derzeit bremsen hauptsächlich noch die schlechten Werte für Peer Steinbrück die Partei. Das allerdings könnte sich auch weiterhin genauso fortsetzen. Mit der Diskussion um die Agenda 2010 haben die Sozialdemokraten aber einen wesentlichen Grundstein gelegt, um sich für Bundestagswahl 2017 erfolgreich aufzustellen. Inwiefern die Debatte bei der kommenden Wahl helfen wird, lässt sich noch nicht eindeutig prognostizieren, ein Linksruck mit Steinbrück und ohne die innerparteiliche Geschlossenheit führt aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht zu dem gewünschten Erfolg.
Wahrscheinlich aber ist mittlerweile wieder eine Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten. War ihre Chance darauf Mitte Januar mit 7,57% noch verschwindend gering, liegt die aktuelle Wahrscheinlichkeit schon wieder bei 46,12% - und damit ziemlich dicht an der auf eine Fortführung der schwarz-gelben Koalition. Dies ist allerdings nicht auf die Zweitstimmenprognose der SPD zurückzuführen, vielmehr stehen die anderen linkeren Parteien gut da und könnten so eine Koalition aus Union und FDP verhindern.
Die Grünen erreichen nämlich mit 17,31% einen neuen Höchstwert und avancieren so scheinbar zur dritten Volkspartei. Damit fällt auch der Abstand zwischen Grünen und SPD immer geringer aus. Der Aufstieg der Grünen ist bereits seit Mitte Januar nahezu ungebrochen, mit 2,16% halten sie derzeit einen starken Momentumwert. Es bleibt also dabei: Unabhängig von der Regierungskoaltion werden die Grünen sehr wahrscheinlich der große Wahlsieger werden.
DIE LINKE erreicht 7,61%, liegt damit vor der FDP und rund ein halbes Prozent über ihrem gewichteten Umfragemittelwert. Die Gründe für diesen noch relativ hohen Wert liegen zum einen in der anhalten Debatte um soziale Gerechtigkeit, zum anderen aber auch in der starken Medienpräsenz, die Vertreter aus der Parteiführung derzeit genießen. Der Parlamentseinzug bleibt damit gesichert.
Die Piraten sind dort, wo das Modell sie bereits Mitte Dezember letzten Jahres gesehen hat: raus, ohne jemals drin gewesen zu sein. Mittlerweile erhält die Partei nur noch 1,95% und wird sich insgesamt schwer tun, mehr als zwei Prozent zu erreichen. Die Forschungsgruppe Wahlen wies in der letzten Sonntagsfrage keinen expliziten Wert mehr für die Piraten aus, was darauf hindeutet, dass er nicht mehr berechenbar ist. Es gibt keinerlei Indikatoren dafür, dass die Piraten vor der Bundestagswahl noch einen neuen Aufwärtstrend erfahren.
Es lässt sich derzeit also nicht prognostizieren, welche Koalition die Regierung bilden wird und ob die FDP oder DIE LINKE mehr Zweitstimmen erhalten wird. Alle anderen wichtigen Fragen scheinen aber ein gutes halbes Jahr vor der Wahl bereits beantwortet.
Ende Februar brach die Union um etwas mehr als ein Prozent ein, hielt sich aber im März bisher stabil über der 40%-Marke. Damit liegt sie aber deutlich unter ihren Spitzenwerten (45,7%, 20.01.13) zurück. In den Umfragen schwankt sie nur leicht zwischen 39% und 41%, erreicht einen gewichteten Mittelwert von 40,14% und wird somit vom Modell nur rund 0,1% höher bewertet. Die hohen Momentumwerte hat sie also eingebüßt.
Wesentlich stärker weicht nach wie vor die Modellbewertung für die FDP von den Umfragen der Demoskopen ab. Mit einem Meridian von 4% und einem gewichteten Mittelwert von 4,57% würde sie den Einzug in den Bundestag den Instituten nach verpassen. Diverse Faktoren lassen die Partei aber im Modell weitaus günstiger dastehen. Die Freidemokraten erhalten aktuell 7,38% - wären damit sicher im Parlament und halten auch den stärksten Momentumwert. Außerdem liegt sie Kopf-an-Kopf mit der Partei DIE LINKE. Mal erhält die FDP einen geringfügig höheren Zweitstimmenanteil in der Prognose, mal ist es umgekehrt. Die Aufstellung der Partei mit Rainer Brüderle als Spitzenkandidat, Philipp Rösler als Parteichef und Wolfgang Kubicki als Teil des Präsidiums entspricht exakt den Erwartungen und verspricht eine relativ hohe Stabilität bis zum Wahltag.
Noch drastischer bleibt die Abweichung bei der SPD. Während sie in den Umfragen um 27% rangiert, bleibt sie dem Modell nach weiterhin hinter dem Wahlergebnis von 2009 zurück. Mit aktuell 22,38% befindet sie sich zwar noch recht nahe an ihrem Tiefstwert, ihr Negativmomentum schwindet jedoch langsam aber konstant. Derzeit bremsen hauptsächlich noch die schlechten Werte für Peer Steinbrück die Partei. Das allerdings könnte sich auch weiterhin genauso fortsetzen. Mit der Diskussion um die Agenda 2010 haben die Sozialdemokraten aber einen wesentlichen Grundstein gelegt, um sich für Bundestagswahl 2017 erfolgreich aufzustellen. Inwiefern die Debatte bei der kommenden Wahl helfen wird, lässt sich noch nicht eindeutig prognostizieren, ein Linksruck mit Steinbrück und ohne die innerparteiliche Geschlossenheit führt aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht zu dem gewünschten Erfolg.
Wahrscheinlich aber ist mittlerweile wieder eine Regierungsbeteiligung der Sozialdemokraten. War ihre Chance darauf Mitte Januar mit 7,57% noch verschwindend gering, liegt die aktuelle Wahrscheinlichkeit schon wieder bei 46,12% - und damit ziemlich dicht an der auf eine Fortführung der schwarz-gelben Koalition. Dies ist allerdings nicht auf die Zweitstimmenprognose der SPD zurückzuführen, vielmehr stehen die anderen linkeren Parteien gut da und könnten so eine Koalition aus Union und FDP verhindern.
Die Grünen erreichen nämlich mit 17,31% einen neuen Höchstwert und avancieren so scheinbar zur dritten Volkspartei. Damit fällt auch der Abstand zwischen Grünen und SPD immer geringer aus. Der Aufstieg der Grünen ist bereits seit Mitte Januar nahezu ungebrochen, mit 2,16% halten sie derzeit einen starken Momentumwert. Es bleibt also dabei: Unabhängig von der Regierungskoaltion werden die Grünen sehr wahrscheinlich der große Wahlsieger werden.
DIE LINKE erreicht 7,61%, liegt damit vor der FDP und rund ein halbes Prozent über ihrem gewichteten Umfragemittelwert. Die Gründe für diesen noch relativ hohen Wert liegen zum einen in der anhalten Debatte um soziale Gerechtigkeit, zum anderen aber auch in der starken Medienpräsenz, die Vertreter aus der Parteiführung derzeit genießen. Der Parlamentseinzug bleibt damit gesichert.
Die Piraten sind dort, wo das Modell sie bereits Mitte Dezember letzten Jahres gesehen hat: raus, ohne jemals drin gewesen zu sein. Mittlerweile erhält die Partei nur noch 1,95% und wird sich insgesamt schwer tun, mehr als zwei Prozent zu erreichen. Die Forschungsgruppe Wahlen wies in der letzten Sonntagsfrage keinen expliziten Wert mehr für die Piraten aus, was darauf hindeutet, dass er nicht mehr berechenbar ist. Es gibt keinerlei Indikatoren dafür, dass die Piraten vor der Bundestagswahl noch einen neuen Aufwärtstrend erfahren.
Es lässt sich derzeit also nicht prognostizieren, welche Koalition die Regierung bilden wird und ob die FDP oder DIE LINKE mehr Zweitstimmen erhalten wird. Alle anderen wichtigen Fragen scheinen aber ein gutes halbes Jahr vor der Wahl bereits beantwortet.







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