Montag, 22. April 2013

Prognosewerte vom 22.04.2013


Prognosewerte vom 22.04.2013



Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU39,73%
SPD20,87%
FDP7,38%
Die Grünen16,21%
Die Linke7,77%
Piratenpartei1,86%
Sonstige6,18%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP67,30%
CDU/CSU und SPD32,70%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

FDP (+ 2,53%)

Negativmomentum:

SPD (- 4,84%)

Alle Parteien bis auf die Parteien geben in dieser Woche mehr oder weniger zu Gunsten der Sonstigen Parteien nach. Obwohl sich ein Großteil der AfD-Sympathisanten einer Umfrage von YouGov für ZEIT Online zufolge aus ehemaligen Wählern von der Linken und FDP zusammensetzt, verlieren diese Parteien in der Berechnung weniger als die großen Parteien.
Union und SPD sacken um ca. ein halbes Prozent ab und erreichen nun 39,73% bzw. 20,87%. Die FDP verliert nur 0,01% und landet damit bei 7,38%. Die Grünen verlieren am meisten (0,79%) und kommen auf 16,21%. Für Die Linke geht es 0,12% nach unten. Sie liegt nun bei 7,77%. Die Piraten gewinnen 0,05% und landen bei 1,86%. Die Sonstigen Parteien legen noch mal um 1,88% zu und kommen gemeinsam auf 6,18%. Ein Bundestagseinzug der AfD bleibt jedoch weiterhin so unwahrscheinlich, dass hierfür keine explizite Berechnung aufgestellt wird.
Damit hat die amtierende Koalition nun eine solide 2:1-Chance auf ein Fortführen der Regierungsarbeit.
Die prognostizierte Wahlbeteiligung verharrt weiterhin unter 70%.

Montag, 15. April 2013

Prognosewerte vom 15.04.2013

Prognosewerte vom 15.04.2013



Zweitstimmenanteil:



CDU/CSU40,22%
SPD21,39%
FDP7,39%
Die Grünen17,00%
Die Linke7,89%
Piratenpartei1,89%
Sonstige4,30%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:


             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP60,46%
CDU/CSU und SPD39,54%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

FDP (+ 2,39%)

Negativmomentum:

SPD (- 4,54%)

Schwarz-Gelb erobert sich wieder einen deutlichen Vorsprung zurück: Während die Union gegenüber der Vorwoche um 0,73% zulegt, bricht die SPD erneut ein. Sie erreicht nur noch 21,39% in der Prognose (Vorwoche: 22,2%). Maßgebend für die schlechten Prognosewerte der Sozialdemokraten sind weiterhin die klare Kanzlerpräferenz zugunsten Angela Merkel sowie schwächelnde Umfragezahlen. Die Liberalen verlieren 0,1% und kommen nun auf 7,39%. Bei den Grünen kaum Veränderung, nur 0,04% weniger als in der letzten Woche und damit glatte 17%. Die Linke verliert rund ein Drittelprozent und liegt mit 7,89% nun wieder unter 8%. Die Piraten büßen in gleichem Umfang ein und kommen nun auf 1,81%.
Einen größeren Sprung haben die Sonstigen Parteien gemacht. Von 3,45% ging es rauf auf 4,3%. Hauptgrund dafür ist die Alternative für Deutschland, deren Gründung und Wahlkampfoffensive anders als bei anderen eurokritischen Parteien große mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Umfragen zufolge könnten sich 15-25% der Deutschen vorstellen, die Initiative zu wählen. Gleiches gilt aber auch für eine Sarrazin-Partei oder einer Partei mit einem beliebigen Prominenten an der Spitze. Es entspricht in etwa dem Potential, dass einer rechtspopulistischen Partei in Deutschland seit Jahrzehnten unterstellt wird. Und auch die Alternative für Deutschland wird nur Bruchteile dieses Potentials mobilisieren. Dennoch summieren sich unter den Sonstigen Parteien bei der Bundestagswahl 2013 einige Parteien und Initiativen, die für enttäuschte Wähler interessant werden könnten. Ein Ergebnis für die Sonstigen Parteien (exklusive Piratenpartei) unter 4% erscheint deshalb unrealistisch. Eher ist im Zeitverlauf mit einem weiteren Anstieg in der Prognose zu rechnen. Wahrscheinlich ist, dass die größeren Parteien dabei in Relation zu ihren bisherigen Prognosewerten und Wahlergebnissen in gleichem Maße verlieren werden, sich also Wechselwähler aus allen Lagern bei den Kleinparteien einfinden werden.
Das Interesse an der Alternative für Deutschland scheint in der Bevölkerung allerdings durchaus groß zu sein, auch wenn gerade die mediale Inszenierung hier ursächlicher sein dürfte, als bekannte Namen oder das Auffangen der politischen Stimmung. Doch auch wenn es sich nur um eine Momentaufnahme und einen Hype handelt, dürfte dieser in gewissem Maße bis zur Bundestagswahl nachhallen.



Ebenfalls erhöhend für das Potential der Sonstigen Parteien wirkt sich die prognostizierte Wahlbeteiligung aus. Diese liegt im Modell nun erstmals unter 70% - bei 69,99%, um genau zu sein. Grund hierfür sind zum einen die hohe Differenz zwischen Union und SPD bzw. Union und FDP, sowie SPD und Grünen in den Umfragen, aber auch die schlechten persönlichen Werte für Kanzlerkandidat Steinbrück, die sich demobilisiert auf die gesamte Wählerschaft auswirken.

Sonntag, 14. April 2013

Umfragen vs. Prognosemodell

Halbzeit für dieses Blog und das zugrunde liegende Prognosemodell. Zeit, die bisherigen Daten mit denen der Demoskopieinstitute zu vergleichen.


Während bei einigen Parteien das Modell einen Wert ausgibt, der zwischen den Umfragewerten der einzelnen Institute rangiert, sieht das Modell bei anderen Parteien Ergebnisse klar vor oder den hinter den Umfragewerten. So steht die SPD mit derzeit 21,4% im Modell deutlich schlechter da als in den Umfragen. Die Grünen und die FDP werden im Prognosemodell besser bewertet.


Die Abweichungen differieren im Durchschnitt je nach Institut zwischen 1,34% (Forsa) und 2,46% (Forschungsgruppe Wahlen). Die stärkste Abweichung zum Modellwert liegt in der Regel bei den Umfragedaten für die SPD vor, lediglich Forsa liegt hier näher am Modellwert als bei dem Umfragewert für Die Grünen. Geringe Abweichungen sind hingegen bei den Sonstigen Parteien feststellbar. Auch die Werte für die Union und Die Linke liegen im Modell meist nah bei den Umfragewerten.

Im langfristigen Vergleich werden Abweichungen und Übereinstimmungen deutlicher.


Allensbach folgt im Trend der Modelllinie für die Grünen - sonst liegen fast keine Übereinstimmungen vor. Lediglich die FDP und Die Linke liegen bei Allesbach ähnlich Kopf-an-Kopf wie im Prognosemodell.


Emnid liegt bei den Werten für die Union meist recht nah bei den Modellwerten. Bei der SPD gibt es zwar eine deutliche Differenz, Trends verlaufen hier aber ähnlich. Gleiches gilt für die Grünen-Werte. Eine große Übereinstimmung gibt es bei der Partei Die Linke. Kaum Ähnlichkeit haben dafür die Verlaufskurven von FDP, den Piraten und den Sonstigen Parteien.


Forsa hat stets die größte Übereinstimmung mit den Modellwerten. Dies gilt insbesondere für die beiden großen Volksparteien. Hier ist nicht nur ein ähnlicher Trendverlauf beobachtbar, auch die Abweichung ist hier in der Regel am geringsten. Unterschiede fallen dafür bei den kleineren Parteien auf: Während die Kurve von Forsa und dem Modell für die Grünen bis Mitte Februar noch in etwa gleich verlief, sieht das Modell die Partei danach bei einem besseren Ergebnis. Die Abweichung zum FDP-Wert ist zwar teilweise gering, Ähnlichkeiten im Trend gibt es aber nicht. Gleiches gilt für Piraten und Sonstige Parteien. Auch bei der Partei Die Linke verläuft der Trend unterschiedlich. Hier schneidet sich die Verlaufslinien allerdings häufig.


Bei der Forschungsgruppe Wahlen liegt in der Regel die höchste Abweichung zu den Modellwerten vor. Nur die Unionswerte decken sich einigermaßen. Leichte Ähnlichkeiten im Trendverlauf sind noch bei SPD und Grünen erkennbar. Die hohe Abweichung bei den Sonstigen Parteien liegt darin begründet, dass die Forschungsgruppe teilweise keine Werte mehr für die Piratenpartei ausweist.


Die GMS Dr. Jung GmbH liefert ihre Umfragewerte monatlich. Feststellbar ist hier bei allen Parteien ein ähnlicher Trend, der jedoch wegen des Erscheinungsturnus gegenüber dem Modell deutlich verzögert ist.


Die Werte von Infratest dimap weichen meist deutlich von den Prognosewerten ab. Trends verlaufen mal ganz ähnlich, teilweise aber deutlich unterschiedlich. Die größte Übereinstimmung besteht bei den Werten für Die Grünen und für Die Linke.


Ein ähnliches Bild auch bei den Werten von INSA/YouGov: Mal schneiden sich die Kurven und Trends entwickeln sich ähnlich, mal ist die Abweichung hoch und der Trend verläuft entgegengesetzt. Hier sind es Die Linke und die Piratenpartei, die häufig einen ähnlichen Wert haben wie in der Modellberechnung.

Mittwoch, 10. April 2013

Prognosewerte vom 10.04.2013


Prognosewerte vom 10.04.2013


Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU39,49%
SPD22,20%
FDP7,49%
Die Grünen17,04%
Die Linke8,21%
Piratenpartei2,12%
Sonstige3,45%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:


             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP48,77%
CDU/CSU und SPD51,23%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

FDP (+ 2,49%)

Negativmomentum:

SPD (- 4,02%)

Pattsituation im Kampf um die Regierungsbeteiligung: Weder Schwarz-Gelb, noch eine Große Koalition hat derzeit die nennenswert besseren Chancen. Das liegt zum einen an den deutlichen Verlusten, die die SPD in dieser Woche hinnehmen muss, zum anderen an einer starken Linken, welche die FDP am Weiterregieren hindern könnte.

Die Union verbessert sich um 0,81% Prozent und erreicht nun 39,49%. Die SPD verliert sogar noch stärker, ein ganzes Prozent nämlich und landet somit nur noch bei 22,2%. Für die FDP geht es trotz verbesserter Umfragewerte im Modell leicht nach unten: von 7,82% fallen die Liberalen auf 7,49%. Die Grünen bleiben stabil, verlieren nur 0,04% und erreichen so 17,04%. Die Linke holt in dieser Woche mit 8,21% einen neuen Spitzenwert in der Modellberechnung. Bei den Piraten gibt es keine großen Veränderungen: Sie fallen um 0,06% auf 2,12%. Die sonstigen Parteien legen um 0,3% auf 3,45% zu.

Die jüngsten Forsa-Umfragewerte folgen im Wesentlichen der Modellberechnung. Hier liegt die Union bei 41%, die SPD erreicht nur 23%. Sehr ähnliche Werte wies das Modell bereits vor Wochen für die beiden großen Parteien aus. Die größte Abweichung zwischen dem Modell und Forsa besteht bei den Grünen, die in den Umfragen nur 14% und damit rund 3% weniger als im Modell erhalten. Die Linken hingegen sieht Forsa mit 9% leicht über der Modellbewertung, die FDP mit 6% noch dahinter. Die Piraten kommen bei den Demoskopen mit 3% ebenfalls etwas besser weg als im Modell.
Ein detaillierter Vergleich zwischen den Modell- und Umfragewerten ist für die kommende Woche geplant.

Mittwoch, 3. April 2013

Prognosewerte vom 03.04.2013

Prognosewerte vom 03.04.2013



Zweitstimmenanteil:


CDU/CSU38,68%
SPD23,19%
FDP7,82%
Die Grünen17,08%
Die Linke7,90%
Piratenpartei2,18%
Sonstige3,15%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:

             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP41,32%
CDU/CSU und SPD58,68%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:


Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

FDP (+ 2,93%)

Negativmomentum:

SPD (- 3,45%)

Die Große Koalition setzt sich weiter von der jetzigen schwarz-gelben Koalition ab. Die Union verliert seit Ende Februar konstant und liegt nun sogar unter 39%. Hauptgründe dafür sind die wieder aufgeflammte Eurokrise, die Arbeitsmarktdaten im Inland und ein negativer Populartrend. Ungebrochen hingegen sind die Kanzlerpräferenzwerte für Angela Merkel. Die SPD etabliert sich leicht über 23%, kann aber wegen den schlechten Werten des Spitzenkandidaten weiterhin keinen größeren Sprung nach oben verzeichnen. Die Grünen können ihren Höhenflug zwar momentan nicht fortsetzen, brechen aber auch nicht stark ein. FDP und Linke erhalten derzeit Spitzenwerte mit 7,82% bzw. 7,9%.