Sonntag, 30. Juni 2013

Prognosewerte vom 30.06.2013


Prognosewerte vom 30.06.2013



Zweitstimmenanteil:





CDU/CSU40,5%     
SPD20,6%
FDP7,3%    
Die Grünen16,2%         
Die Linke7,6%       
Piratenpartei1,6%      
AfD                        2,4%
Sonstige3,9%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:









Koalitionswahrscheinlichkeiten:


             


CDU/CSU und FDP92,95%
CDU/CSU und SPD7,05%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:

Die Linke100%
FDP100%
Piratenpartei0%
AfD0%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

FDP (+ 2,57%)

Negativmomentum:

SPD (- 4,5%)

Eine drastische Wendung in dieser Woche könnte zum Vorentscheid um das Rennen auf die Regierungsbank führen. Lagen in der Prognose letzte Woche noch Schwarz-Gelb und Rot-Rot-Grün nahezu gleich auf, liegt die amtierende Koalition nun mit mehr als drei Prozentpunkten vorne.

Größter Gewinner war die Union, die gegenüber der Vorwoche um zwei Prozent auf 40,5% zulegt und damit erstmalig seit April wieder über der 40-Prozent-Marke liegt. Grund dafür waren nicht nur verbesserte Umfragewerte, sondern auch aktuelle Arbeitsmarktdaten, die Entwicklung der Eurokrise und eine leicht gestiegende Kanzlerpräferenz zugunsten Angela Merkels.
Für die SPD dagegen geht es nach einem minimalen Höhenflug gleich zurück in den Wahlkeller. Sie verliert 0,9% und kommt nur noch auf 20,6%. Sowohl die Arbeitsmarktdaten als auch die Entwicklung der Eurokrise wirken sich negativ auf die Prognose für die Sozialdemokraten aus. Hinzu kommen schlechte Umfragewerte und sinkende Werte für Kanzlerkandidat Steinbrück.
Die FDP verliert kaum (-0,1%) und landet bei 7,3%. Die Grünen büßen 0,4% ein (nun 16,2%), die Linke verliert ein halbes Prozent und kommt auf 7,6%.
Die Piratenpartei kann 0,1% auf 1,6% zulegen. Bei den Sonstigen Parteien und der AfD gibt es gegenüber der Vorwoche keine Veränderung.

Für die Koalitionswahrscheinlichkeit bedeutet dieser Sprung einen neuen Rekordwert für Schwarz-Gelb. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 92,95% kann die Koalition weiter regieren. Ein ähnlich hoher Wert konnte allerdings schon im Januar ermittelt werden, musste dann jedoch rasch wieder nach unten korrigiert werden. Auch wenn Schwarz-Gelb derzeit beste Karten hat, ist es durchaus möglich, das sich Gleiches bald wiederholt. 

Montag, 24. Juni 2013

Prognosewerte vom 24.06.2013


Prognosewerte vom 24.06.2013



Zweitstimmenanteil:





CDU/CSU38,5%     
SPD21,5%
FDP7,4%    
Die Grünen16,6%         
Die Linke8,1%       
Piratenpartei1,5%      
AfD                        2,4%
Sonstige3,9%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:








Koalitionswahrscheinlichkeiten:


             


CDU/CSU und FDP47,69%
CDU/CSU und SPD52,31%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:




Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:

Die Linke100%
FDP100%
Piratenpartei0%
AfD0%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:




Modellmomentum:

FDP (+ 2,56%)

Negativmomentum:

SPD (- 3,65%)

Drei Monate vor der Bundestagswahl ist alles offen. Zumindest in der Frage, welche Regierungskoalition am Ende eine Mehrheit hat. Alle anderen Fragen dürften hinlänglich beantwortet sein.

Derzeit erlebt die amtierende Koalition aus Union und FDP einen deutlichen Aufwind. Während die Union in den vergangenen zwei Wochen um 0,3% auf 38,5% zulegen konnte, gewann der Koalitionspartner 1,1% und liegt nun bei 7,4%. Ohne Berücksichtigung einer Toleranz liegen beide Parteien also nun gemeinsam bei 45,9%.

Konnte die SPD vor zwei Wochen noch über ihrem Ergebnis von der Bundestagswahl 2009 rangieren, sieht dies nun schon ganz anders aus. Nahezu alle Institute folgen dem Trend, den das Modell lange im Voraus skizzierte. So hat sich nicht nur die FDP in den Umfragen verbessert, auch für die Grünen geht es nach oben. Leidtragend ist die SPD, die in der letzten Forsa-Umfrage nur noch 22% erhielt. Im Modell büßt sie 1,7% ein und kommt nur noch auf 21,5%. Die Grünen legen noch einmal zu und steigern sich von 16% auf 16,6%. Die Partei Die Linke nähert sich ihrem Rekordwert von Anfang April (8,2%) und legt mit 8,1% um 0,8% zu. Gemeinsam kommen alle drei Parteien also auf 46,2%.

Die knappe Mehrheit drückt sich auch in den Koalitionswahrscheinlichkeiten aus. Zu 52,31% reicht es nicht für Schwarz-Gelb und liefe auf eine Große Koalition hinaus.

Während die "großen kleinen" Parteien in den vergangenen zwei Wochen zulegen konnten, fallen die Kleinstparteien in ungeahnte Tiefen. Die Piratenpartei kommt nur noch auf 1,5% der Zweitstimmen (-0,4%) und auch die AfD erhält nur noch 2,4% (-0,8%). Die Sonstigen Parteien liegen unverändert bei 3,9%.

Die prognostizierte Wahlbeteiligung ist ein weiteres Mal unter die 70%-Marke gesunken. Derzeit wird sie auf 69,3% geschätzt.

Sonntag, 9. Juni 2013

Prognosewerte vom 09.06.2013


Prognosewerte vom 09.06.2013



Zweitstimmenanteil:





CDU/CSU38,2%    
SPD23,2%
FDP6,3%    
Die Grünen16,0%         
Die Linke7,3%       
Piratenpartei1,9%      
AfD                        3,2%
Sonstige3,9%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:







Koalitionswahrscheinlichkeiten:


             


CDU/CSU und FDP31,64%
CDU/CSU und SPD68,36%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:

Die Linke100%
FDP100%
Piratenpartei0%
AfD0%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

GRÜNE (+ 2,44%)

Negativmomentum:

SPD (- 3,12%)

Weder die Euro-Hawk-Affäre noch das Hochwasser vermögen es, einer Partei Auftrieb zu geben oder sie in den Fluten zu versenken. Beides wirkt sich wie erwartet nicht sonderlich auf die neueren Zahlen der Demoskopieinstitute und ebenso wenig in den Modellberechnungen aus. Und genauso wie Barack Obama seine Wiederwahl nicht Hurrikan Sandy zu verdanken hatte, wird dies auch bei Angela Merkel nicht der Fall sein. Denn die Kanzlerin ist in ihrem Amt weit weniger bedroht als Gerhard Schröder, der vor elf Jahren stark von der Oderflut profitieren konnte. Nichtsdestotrotz sinkt die Kanzlerpräferenz für Angela Merkel dieser Tage leicht, was aber weniger den aktuellen Ereignissen geschuldet ist, als einer konstanten Entwicklung Folge leistet, die den Abstand der Kontrahenten Woche für Woche bis zur Wahl leicht schrumpfen lässt.

Dennoch kann die Union insgesamt in den letzten zwei Wochen leicht zulegen und erreicht nun 38,2% (+0,3%). Trotzdem liegt sie damit 2,2% unter dem gewichteten Umfrageschnitt. Auch für die SPD sehen die Pegelstände in dieser Woche verhältnismäßig gut aus. Sie legt um 0,6% zu und kommt mit 23,2% nun erstmalig nach zwei Monaten über die wichtige Marke von 23%. Für die FDP geht es ein Zehntelprozent nach unten auf 6,3% - damit liegt sie immer noch im sicheren Bereich für den Bundestagseinzug. Mit nun 16% können sich auch die Grünen wieder leicht verbessern (+0,2%). Sie erhalten nach wie vor den höchsten Momentumwert und liegen 2,44% über ihrem Umfrageschnitt. Zwar kommt auch weiterhin die Linke im Modell besser weg als in den Umfragen, sie büßt jedoch 0,3% ein und erreicht nun 7,3%. Ebenfalls abwärts geht es für die Piraten, die 0,2% verlieren und nun auf 1,9% kommen. Die AfD verliert sogar 0,4% und steht jetzt bei 3,2%. Für die verbliebenen Parteien geht es insgesamt 0,1% nach unten auf 3,9%.

Waren die Koalitionswahrscheinlichkeiten in den letzten Tagen noch fast ausgeglichen zwischen schwarz-gelber Regierung und Großer Koalition, kann letztere aufgrund der jüngsten Daten wieder eine deutliche Zweidrittelchance verzeichnen. Rot-Grün hat nach wie vor keine Chance auf die Regierungsbildung - lediglich ein deutliches Abrutschen der FDP und die Gefährdung des Parlamentseinzuges könnte Steinbrück zurück ins Rennen bringen.