Dienstag, 20. August 2013

Prognosewerte vom 20.08.2013


Prognosewerte vom 20.08.2013



Zweitstimmenanteil:




CDU/CSU38,4%     
SPD21,4%
FDP7,6%    
Die Grünen15,1%         
Die Linke8,2%       
Piratenpartei2,9%      
AfD                        2,6%
Sonstige3,9%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:








Koalitionswahrscheinlichkeiten:


             


CDU/CSU und FDP69,80%
CDU/CSU und SPD30,20%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:





Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:

Die Linke100%
FDP100%
Piratenpartei0%
AfD0%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:



Modellmomentum:

FDP (+ 2,25%)

Negativmomentum:

SPD (- 3,37%)

Knapp einen Monat vor der Wahl sprechen die Daten des Prognosemodells eine allzu deutliche Sprache: Die Union legt zwar um 0,4% auf 38,4% zu, bleibt aber in der Berechnung stark (-1,91%) unter ihrem gewichteten Umfrageschnitt zurück. Für die SPD bahnt sich indes ein Wahldebakel an. Mit 21,4% (-0,6%) liegt sie nicht nur deutlich unter dem Umfrageschnitt. Auch dieser hat sich in den jüngsten Umfragen noch klar verschlechtert. Kein Institut sieht die Sozialdemokraten derzeit über 25%. Auch die Präferenzwerte für Peer Steinbrück konnten nicht verbessert werden. Die FDP hingegen profitiert davon, dass sie öffentlich kaum mehr wahrgenommen wird. Mit 7,6% (+0,4%) rangiert sie wieder auf Spitzenniveau. Die Grünen geben leicht nach (-0,2%), erhalten mit 15,1% aber immer noch einen Wert deutlich über dem Umfragedurchschnitt. Die LINKE erreicht 8,2% (+0,3%) und damit einen neuen Höchstwert. Die Piratenpartei kann mit 2,9% (+0,7%) noch einmal deutlich zulegen und liegt sogar über der AfD, die von 3,5% auf 2,6% absackt. Beiden Parteien wird der Einzug ins Parlament aber sicher verwehrt. Die anderen Parteien erhalten zusammen 3,9% (-0,1%).

Für die Koalitionswahrscheinlichkeit bedeutet das einen deutlichen Vorsprung für Schwarz-Gelb. Zu 69,8% wird es nicht zu einem Regierungswechsel kommen, 30,2% Chance verbleiben für die Große Koalition.

Die Wahlbeteiligung sinkt auf ein Rekordtief. Derzeit geht das Modell von weniger als 68% Wahlbeteiligung aus. Zu Beginn der Berechnung im Dezember 2012 lag die prognostizierte Wahlbeteiligung bei 74%.

Aus den aktuellen Daten lassen sich einige stichhaltige Voraussagen zur Bundestagswahl treffen:

- Union und SPD werden beide unter ihren Umfrageergebnissen zurückbleiben
- Umgekehrtes gilt für die Wunschkoalitionspartner FDP und Grüne
- Die SPD wird unter ihrem Wahlergebnis von 2009 liegen
- Die Grünen hingegen werden ein Rekordergebnis erzielen
- Die FDP wird sicher in den Bundestag einziehen, Piratenpartei und AfD bleiben sicher draussen
- Angela Merkel wird Bundeskanzlerin bleiben
- Eine Regierungsbeteiligung der SPD ist nicht ausgeschlossen, wird jedoch immer unwahrscheinlicher
- Die Wahlbeteiligung wird einen neuen Negativrekord erleben