Mittwoch, 11. September 2013

Prognosewerte vom 11.09.2013


Prognosewerte vom 11.09.2013



Zweitstimmenanteil:




Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:






Koalitionswahrscheinlichkeiten:


             

CDU/CSU und FDP67,17%
CDU/CSU und SPD32,83%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:





Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:

Die Linke100%
FDP100%
Piratenpartei0%
AfD0%


Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:




Modellmomentum:

FDP (+ 2,01%)

Negativmomentum:

SPD (- 2,46%)

Die heiße Phase vor der Bundestagswahl 2013 hat begonnen. Kein Wunder also, dass wir nun in immer kürzeren Abständen neue Umfragen präsentiert bekommen, die eine zunehmend spannende Wahl versprechen. So kurz vor der Wahl möchte kein Demoskopieinstitut meilenweit daneben liegen, außerdem benötigen die Auftraggeber aus Print und Fernsehen dieser Tage neuen Stoff zur Berichterstattung.
Tatsächlich hat eine leichte Verschiebung stattgefunden, die auch im Modell Gewichtung findet. Große Veränderungen in der politischen Stimmung gab es jedoch nicht.

Die Union büßt 0,3% ein und liegt nun bei 38,4%. Die Institute, besser gesagt, der gewichtete Umfragedurchschnitt sieht sie derzeit noch bei 40%.
Die SPD kann in den Umfragen leicht zulegen und auch die Kanzlerpräferenz zugunsten von Peer Steinbrück steigt bei infratest dimap, der Forschungsgruppe Wahlen und Forsa ein wenig aber bemerkbar. Daher gelingt es der Partei 2,1% zuzulegen. Die SPD erreicht nun 23,4%. Die getroffene Prognose, die SPD würde unter ihrem Wahlergebnis von 2009 zurückbleiben, ist somit nicht mehr haltbar. Dennoch: Das Modell beziffert die Sozialdemokraten immer noch 2,46% unter dem Umfragedurchschnitt der Institute. Nur durch noch drastischere Verschiebungen in der Kanzlerpräferenz oder eine reelle Chance von Rot-Grün auf den Wahlsieg (und respektive eine höhere Wahlbeteiligung) wäre diese Differenz ausgleichbar. Beides ist im Endspurt nicht zu erwarten.
Für die FDP geht es in dieser Woche um ein halbes Prozent nach unten. Sie liegt jetzt bei 7,3% und bleibt damit gesichert im Bundestag. Mit 2,01% über dem gewichteten Umfragedurchschnitt hält sie damit das Modellmomentum.
Die Grünen sind nicht nur in den Umfragen in den vergangenen Tagen und Wochen drastisch nach unten gegangen. Auch im Modell verlieren sie erneut. Sie kommen nur noch auf 12,1% (-1,6%), ihren mit Abstand schlechtesten Modellwert bisher. Hier verhält es sich ähnlich wie bei der SPD, jedoch umgekehrt: Die Grünen erreichen im gewichteten Umfrageschnitt nur 10,64%, werden vom Modell also immer noch deutlich besser bewertet. Damit wird auch deutlich, dass ein Großteil der Verschiebungen innerhalb des Rot-Grünen-Lagers zugunsten der SPD stattgefunden hat. Das Modell reagiert auf diesen Umstand jedoch weniger stark und sieht die Grünen weiterhin im relativen Vorteil.
Die LINKE erreicht einen neuen Rekordwert mit 9,1% (+0,3%). Sie liegt damit rund 0,6% über dem gewichteten Umfrageschnitt.
Absolute Stagnation dafür bei der Piratenpartei. Mit 2,5% bleiben sie Schlußlicht in der Berechnung.
Die AfD schwankt weiter, gewinnt aber nur 0,1% hinzu und erreicht jetzt 3,3%.
Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 4% (+0,1%).
Die Wahlbeteiligung scheint durch die Bewegung in den Umfragen ihren Tiefstpunkt passiert zu haben. Die Prognose sieht sie nun steigend, derzeit bei rund 68%. Immer noch deutlich weniger als 2009.

In den verbleibenden anderthalb Wochen vor der Wahl werden Updates dieses Blogs jetzt nahezu täglich erscheinen.

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