Prognosewerte vom 15.09.2013
Koalitionswahrscheinlichkeiten:
| CDU/CSU und FDP | 46,49% |
| CDU/CSU und SPD | 53,51% |
| SPD und Grüne | 0,00% |
Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und SPD (!)
Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:
Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:
| Die Linke | 100% |
| FDP | 100% |
| Piratenpartei | 0% |
| AfD | 0% |
Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:
| Angela Merkel | 100,00% | |
| Peer Steinbrück | 0,00% | |
Kanzlermeter im Verlauf:
Modellmomentum:
FDP (+ 1,92%)
Negativmomentum:
CDU (- 1,98%)
Heute ist es endlich so weit, es darf wieder gewählt werden. Sicher, die Bundestagswahl, um die sich an dieser Stelle alles dreht, findet erst nächste Woche statt. Die Landtagswahl in Bayern könnte allerdings auch noch Einfluss auf die Wahl im Bund nehmen. Das Modell kalkuliert derzeit mit einer absoluten Mehrheit der CSU. Und dennoch könnte die aktuelle Wasserstandsmeldung der Union nicht schmecken.
Es hat gleich zwei, nicht gerade unwichtige, Änderungen in der Modellberechnung gegeben. Zum einen besteht die prognostizierte Regierungskoalition nicht mehr aus CDU und FDP. Rot-Rot-Grün hat zum ersten Mal seit zwei Monaten eine (absolut hauchdünne!) Mehrheit. Doch angesichts der Wahrscheinlichkeiten von 53,51% (Große Koalition) zu 46,49% (Schwarz-gelbe Koalition) dürfte klar sein, dass in dieser Frage nichts entschieden ist. Und genau diesen Fall, ein offenes Rennen um die nächste Regierungskoalition, gab es während der Berechnungsphase schon öfter. Zwar sah Schwarz-Gelb bereits dreimal wie der sichere Sieger aus, wurde aber immer wieder zurückgeworfen. Eines noch vorneweg: An der FDP liegt dieser Wert nicht.
Denn das zweite große Novum in der aktuellen Prognose betrifft das Modellmomentum, also die Differenz zwischen Modellberechnung und gewichteten Umfragewerten. Seit eh und je bildete hier die SPD das Schlusslicht, blieb teils deutlich unter den ohnehin schlechten Umfragewerten zurück. Heute ist das anders. Den schlechtesten Modellmomentumwert hat aktuell die Union. Sie liegt 1,98% unter ihrem Umfrageschnitt - die SPD nur 1,92%. Abzüglich der Toleranz also auch hier ein Patt.
Es hat gleich zwei, nicht gerade unwichtige, Änderungen in der Modellberechnung gegeben. Zum einen besteht die prognostizierte Regierungskoalition nicht mehr aus CDU und FDP. Rot-Rot-Grün hat zum ersten Mal seit zwei Monaten eine (absolut hauchdünne!) Mehrheit. Doch angesichts der Wahrscheinlichkeiten von 53,51% (Große Koalition) zu 46,49% (Schwarz-gelbe Koalition) dürfte klar sein, dass in dieser Frage nichts entschieden ist. Und genau diesen Fall, ein offenes Rennen um die nächste Regierungskoalition, gab es während der Berechnungsphase schon öfter. Zwar sah Schwarz-Gelb bereits dreimal wie der sichere Sieger aus, wurde aber immer wieder zurückgeworfen. Eines noch vorneweg: An der FDP liegt dieser Wert nicht.
Denn das zweite große Novum in der aktuellen Prognose betrifft das Modellmomentum, also die Differenz zwischen Modellberechnung und gewichteten Umfragewerten. Seit eh und je bildete hier die SPD das Schlusslicht, blieb teils deutlich unter den ohnehin schlechten Umfragewerten zurück. Heute ist das anders. Den schlechtesten Modellmomentumwert hat aktuell die Union. Sie liegt 1,98% unter ihrem Umfrageschnitt - die SPD nur 1,92%. Abzüglich der Toleranz also auch hier ein Patt.
Kommen wir damit zu den aktuellen Zweitstimmenanteilen.
Für CDU und CSU geht es weiter abwärts. Die Union verliert 0,7% gegenüber dem Mittwoch und rangiert nur noch bei 37,7%. Zur Erinnerung: Bei der Bayernwahl mit der absoluten Mehrheit der CSU kalkuliert, ein schlechteres Abschneiden der Christsozialen würde den Wert also drücken, gesteigert werden kann er durch die heutige Landtagswahl nicht mehr.
Die SPD hingegen punktet auf ganzer Linie. Ob Wahlarena, Stinkefinger oder Erpressungsversuch: Peer Steinbrück gehören dieser Tage die Schlagzeilen von Print, Online und Fernsehen. Er tut, was er am besten kann und polarisiert. Der Endspurt gehört den Sozialdemokraten, sie haben derzeit ganz klar das Momentum (nicht zu verwechseln mit dem Modellmomentum). Nicht verwunderlich daher, dass die SPD nochmal um eben jene 0,7% zulegen kann, die die Union eingebüßt hat. 24,1% - noch klar hinter den Umfragen, aber trotzdem der beste Modellwert seit dem Absturz Anfang Januar.
Die SPD hingegen punktet auf ganzer Linie. Ob Wahlarena, Stinkefinger oder Erpressungsversuch: Peer Steinbrück gehören dieser Tage die Schlagzeilen von Print, Online und Fernsehen. Er tut, was er am besten kann und polarisiert. Der Endspurt gehört den Sozialdemokraten, sie haben derzeit ganz klar das Momentum (nicht zu verwechseln mit dem Modellmomentum). Nicht verwunderlich daher, dass die SPD nochmal um eben jene 0,7% zulegen kann, die die Union eingebüßt hat. 24,1% - noch klar hinter den Umfragen, aber trotzdem der beste Modellwert seit dem Absturz Anfang Januar.
Auch wenn die Union keine explizite Zweitstimmenkampagne fährt: Brenzlig wird es für die FDP keineswegs. Sie verliert zwar nochmal 0,1% (nun 7,2%) wird aber problemlos in den Bundestag einziehen. Nur die Regierungsbank wird es eben möglicherweise nicht werden.
Der Abwärtstrend der Grünen scheint gestoppt. Auch bei ihnen geht es in der aktuellen Berechnung zwar noch einmal 0,1% nach unten, mit exakt 12% stehen sie aber trotzdem noch besser da, als die Demoskopen sie derzeit sehen. Und sie hätten das Wahlergebnis von 2009 erneut gesteigert. Von der Regierungsbank träumt hier aber wohl schon lange niemand mehr.
Bei den Linken bräuchte es dafür wohl ein Vielfaches von den momentanen 9,2% (+0,1%). Zwar liegt die Partei noch weit unter dem Wert von 2009, aber hat kurz vor Ende immerhin den Rekordwert ihrer Modellberechnung inne. Das kann keine der anderen Parteien von sich behaupten.
Die Piratenpartei kommt auf 2,7% (+0,2%). Spannend wird hier nur, wie es mit der Partei nach der Bundestagswahl weitergeht. Und ob.
Ähnliches gilt gleichwohl stärker für die AfD. Von manchem Beobachter noch als möglicher Überraschungskandidat für den Parlamentseinzug gehandelt, sind die erreichten 3,2% (-0,1%) im Modell dafür eindeutig zu wenig. Selbst im besten Toleranzfall ergibt sich nur ein Wert von maximal 3,7%. Viel zu deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Die Sonstigen Parteien kehren zurück auf ihren "Dauerwert" von 3,9% (-0,1%).
Die Piratenpartei kommt auf 2,7% (+0,2%). Spannend wird hier nur, wie es mit der Partei nach der Bundestagswahl weitergeht. Und ob.
Ähnliches gilt gleichwohl stärker für die AfD. Von manchem Beobachter noch als möglicher Überraschungskandidat für den Parlamentseinzug gehandelt, sind die erreichten 3,2% (-0,1%) im Modell dafür eindeutig zu wenig. Selbst im besten Toleranzfall ergibt sich nur ein Wert von maximal 3,7%. Viel zu deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Die Sonstigen Parteien kehren zurück auf ihren "Dauerwert" von 3,9% (-0,1%).
Die prognostizierte Wahlbeteiligung zieht weiter leicht an und liegt jetzt bei 68,3%.
Der Vollständigkeit halber: Die Wahrscheinlichkeit auf eine Kanzlerschaft Angela Merkels nach der Wahl liegt auch weiterhin bei schlappen 100%.
Der Vollständigkeit halber: Die Wahrscheinlichkeit auf eine Kanzlerschaft Angela Merkels nach der Wahl liegt auch weiterhin bei schlappen 100%.







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