Montag, 15. April 2013

Prognosewerte vom 15.04.2013

Prognosewerte vom 15.04.2013



Zweitstimmenanteil:



CDU/CSU40,22%
SPD21,39%
FDP7,39%
Die Grünen17,00%
Die Linke7,89%
Piratenpartei1,89%
Sonstige4,30%

Zweitstimmenanteile im zeitlichen Verlauf:


             
Koalitionswahrscheinlichkeiten:


CDU/CSU und FDP60,46%
CDU/CSU und SPD39,54%
SPD und Grüne0,00%

Regierungskoalition bei prognostiziertem Wahlausgang: CDU/CSU und FDP


Koalitionswahrscheinlichkeiten im Verlauf:



Wahrscheinlichkeit für einen Parlamentseinzug:



Die Linke100,00%
FDP100,00%
Piratenpartei0,00%



Wahrscheinlichkeit für die Kanzlerschaft:




Angela Merkel100,00%
Peer Steinbrück0,00%

Kanzlermeter im Verlauf:


Modellmomentum:

FDP (+ 2,39%)

Negativmomentum:

SPD (- 4,54%)

Schwarz-Gelb erobert sich wieder einen deutlichen Vorsprung zurück: Während die Union gegenüber der Vorwoche um 0,73% zulegt, bricht die SPD erneut ein. Sie erreicht nur noch 21,39% in der Prognose (Vorwoche: 22,2%). Maßgebend für die schlechten Prognosewerte der Sozialdemokraten sind weiterhin die klare Kanzlerpräferenz zugunsten Angela Merkel sowie schwächelnde Umfragezahlen. Die Liberalen verlieren 0,1% und kommen nun auf 7,39%. Bei den Grünen kaum Veränderung, nur 0,04% weniger als in der letzten Woche und damit glatte 17%. Die Linke verliert rund ein Drittelprozent und liegt mit 7,89% nun wieder unter 8%. Die Piraten büßen in gleichem Umfang ein und kommen nun auf 1,81%.
Einen größeren Sprung haben die Sonstigen Parteien gemacht. Von 3,45% ging es rauf auf 4,3%. Hauptgrund dafür ist die Alternative für Deutschland, deren Gründung und Wahlkampfoffensive anders als bei anderen eurokritischen Parteien große mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Umfragen zufolge könnten sich 15-25% der Deutschen vorstellen, die Initiative zu wählen. Gleiches gilt aber auch für eine Sarrazin-Partei oder einer Partei mit einem beliebigen Prominenten an der Spitze. Es entspricht in etwa dem Potential, dass einer rechtspopulistischen Partei in Deutschland seit Jahrzehnten unterstellt wird. Und auch die Alternative für Deutschland wird nur Bruchteile dieses Potentials mobilisieren. Dennoch summieren sich unter den Sonstigen Parteien bei der Bundestagswahl 2013 einige Parteien und Initiativen, die für enttäuschte Wähler interessant werden könnten. Ein Ergebnis für die Sonstigen Parteien (exklusive Piratenpartei) unter 4% erscheint deshalb unrealistisch. Eher ist im Zeitverlauf mit einem weiteren Anstieg in der Prognose zu rechnen. Wahrscheinlich ist, dass die größeren Parteien dabei in Relation zu ihren bisherigen Prognosewerten und Wahlergebnissen in gleichem Maße verlieren werden, sich also Wechselwähler aus allen Lagern bei den Kleinparteien einfinden werden.
Das Interesse an der Alternative für Deutschland scheint in der Bevölkerung allerdings durchaus groß zu sein, auch wenn gerade die mediale Inszenierung hier ursächlicher sein dürfte, als bekannte Namen oder das Auffangen der politischen Stimmung. Doch auch wenn es sich nur um eine Momentaufnahme und einen Hype handelt, dürfte dieser in gewissem Maße bis zur Bundestagswahl nachhallen.



Ebenfalls erhöhend für das Potential der Sonstigen Parteien wirkt sich die prognostizierte Wahlbeteiligung aus. Diese liegt im Modell nun erstmals unter 70% - bei 69,99%, um genau zu sein. Grund hierfür sind zum einen die hohe Differenz zwischen Union und SPD bzw. Union und FDP, sowie SPD und Grünen in den Umfragen, aber auch die schlechten persönlichen Werte für Kanzlerkandidat Steinbrück, die sich demobilisiert auf die gesamte Wählerschaft auswirken.

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